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Quo vadis Leadership?

Nicht alles, was zählbar ist, zählt auch wirklich; nicht alles, was zählt, kann man auch zählen.

Albert Einstein 1879 – 1955, Brillanter amerikanischer, theoretischer Physiker deutscher Herkunft

Was zählt in einem Unternehmen – oder anders gefragt, was macht ein Unternehmen erfolgreicher als andere?
Es sind die Menschen im Unternehmen, die dafür sorgen, dass eine gute unternehmerische Idee sich auch in wirtschaftlichen Erfolg umsetzen lässt.

Jahrelang wurden wir von der Buchbranche mit Rezepten für Führungskräfte gefüttert und jedes dieser Management-Bücher verspricht den durchschlagenden Erfolg. Sobald die nächste Saison beginnt, ist das alte erledigt und ein neuer „Trend“ übernimmt.

Will man up to date bleiben und kauft sich diese Bücher, erkennt der Leser mit langjähriger Berufserfahrung schnell, dass man wieder einer leeren Versprechung aufgesessen ist.

Schon in den 90er Jahren haben Collin und Porras, zwei amerikanische Uni-Professoren herausgefunden, dass das Thema Vision und Werte ein wesentlicher Schlüssel ist, als Unternehmen und auch als einzelne Person erfolgreicher zu sein als vergleichbare andere Unternehmen. Das gewinnt immer mehr an Bedeutung: Ursachen dafür sind der ständige Wandel in der Wirtschaft, Globalisierung, ein massiver Unterschied in der Erwartungshaltung nachkommender Generationen und viele andere mehr. Es ist daher Zeit, sich intensiv mit dem Thema Werte im Unternehmensalltag und damit in der Führung zu beschäftigen.

Was sind die wirklichen Schlüsselaspekte, um als Führungskraft erfolgreich zu sein?
Wirklich herausragenden Führungskräften ist eines gemeinsam. Sie kennen Ihr eigenes Wertegerüst und handeln danach, im Einklang mit der Unternehmensvision.

Zwei Schlüsselfragen, die Sie schnell an Ihre Kernwerte bringen:

Im Unternehmenskontext stellen Werte das dar, wofür ein Unternehmen steht, unabhängig von Produktlinien, Modeerscheinungen und Trends. Diese Werte sind der innerste Kern des Unternehmens, an denen sich Führungskräfte und Mitarbeiter ausrichten und nach denen sie handeln. Unternehmenswerte sind in ihrem ureigensten Sinn kein Werbetool, das man sich auf die Homepage schreibt. Unternehmenswerte sind die Lebensphilosophie, die die Basis für die Arbeit im Unternehmen ausmacht und so das Unternehmen einzigartig macht.

Wo werden Werte sichtbar?
Gelebte Unternehmenswerte findet man im ganzen Unternehmen. Sie hören nicht in der Chefetage auf. Nur durch seine Vorbildwirkung gelingt es dem Top- Management, das mittlere Management, bis hinunter zu jedem einzelnen Mitarbeiter, davon zu überzeugen, dass sie, von ihren Werten geleitet, im Sinne des Unternehmens und der Unternehmensvision Entscheidungen treffen, um als Organisation langfristig wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Werte sind im Alltag das oberste Entscheidungskriterium nicht nur für missionskritische Entscheidungen. Dadurch entsteht Transparenz über Entscheidungen, Nachvollziehbarkeit und längerfristig auch Vertrauen in die Fähigkeiten des Top Managements. Das Wort zählt wieder, und „ich stehe hinter meiner Mannschaft“ bekommt wieder die ursprüngliche Bedeutung im Sinne von Schutz und Deckung geben und nicht weit genug weg sein, um bei Problemen eine weiße Weste zu behalten.

Die Wertvorstellungen helfen im Umgang miteinander. Wenn Kooperation ein Unternehmenswert ist, werden herausragende Führungskräfte Kooperation unterstützen und Konkurrenzkampf unterbinden.

Unternehmenswerte stiften Motivation – auch ohne Gehaltserhöhung. Wenn ich mich als Mitarbeiter darauf verlassen kann, dass die Werte gelten, entwickelt sich fast automatisch mehr Eigenverantwortung, mehr Bereitschaft, zum Erfolg beizutragen und ein Teil vom großen Ganzen zu werden.

Wie funktioniert werteorientierte Führung – Leadership Alignment?

Eines der besten Beispiele für exzellent gelebte werteorientierte Führung ist die Ritz Carlton Group: „We are ladies and gentleman serving ladies and gentleman.“
Diese Werthaltung findet man auf allen Ebenen im Unternehmen: vom Butler über das Room Service bis in die Chefetage.

Unternehmenswerte sind implizit da, sie müssen befreit und sichtbar gemacht werden. Das ist keine „Herkulesaufgabe“. Wichtig dabei ist nur: Werte gehören den Menschen. Nur, wenn diese bei der Entwicklung von Werten eingebunden sind, werden sie sich dazu bekennen. Verordnete Werte werden so schnell verschwinden, wie die Tinte braucht, um am Papier zu trocknen.

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