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Yangun

Die Ankunft am Flughafen war recht unkompliziert. Geldwechseln kann man direkt am Airport. Die Kurse waren in Ordnung. Wir wurden sofort von Leuten angesprochen, die uns in die Stadt bringen wollten. Unser Guide meinte schmunzelnd, schon fazinierend, wenn die Touristen rausgehen würden, zahlten sie maximal die Hälfte und die Fahrer hätten auch eine Lizenz.

Unsere Fahrt in die Stadt war geprägt von Stop and Go und einem sehr aggressiven Verhalten der Autofahrer, auch Fussgängern gegenüber. Diese müssen auch am Zebrastreifen schnell drübersprinten, weil burmesische Autofahrer brensen nicht. Dafür hupen sie umso lauter, wenn sich ein Mensch auf der Strasse „rumtreibt“.

Es wird wie in England auf der für uns falschen Seite gefahren, allerdings gibt es bei den Autos und ihren Lenkungen ein komplettes Durcheinander. Je nachdem, wo das Auto herkommt, ist das Lenkrad rechts oder links. Faszinierend sind ewig lange Wartezeiten bei Rotlicht. 

Unser erster Besuch galt der Shwedagon-Pagode

Sie gilt als eine der Hauptsehenswürdigkeiten von  Yangun. Der Legende nach wurde die Pagode auf 8 Haaren von Buddha erbaut. Das heutige Gebäude steht seit dem 18. Jahrhundert. Angeblich ist mehr Gold dort verarbeitet, als die Bank von England Reserven hat. Am Gelände der Pagode herrschte Reges Treiben. Vor allem Einheimische waren am Beten und Opfern als wir dort waren.

Die Kleidervorschriften sind relativ strikt. Wer nicht angemessen gekleidet ist, bekommt einen Longhi verpasst, Männlein wie Weiblein. Wenn die Hosen zu eng oder kurz sind, oder jemand Jeans trägt, geht er nur in die Pagode mit dem langen Rock.

Die Pagode ist von kleinen Stupas und Altären umgeben. Besonder faszinierend – die Burmeser haben für jeden Tag der Woche ein eigenes kleines Heiligtum, das sie verehren. Ihren zweiten Namen haben sie auch von dem Wochentag. Familiennamen in unserem Sinn gibt es hier nicht.

Die Mittagspause verbrachten wir am Karaweik See, der als Naherholungsgebiet gilt. Mitten im See liegt ein Betonbau, der einem der ehemaligen Ausflugsschiffe nachempfunden ist.

Fotostop bei der Sule Pagode, die am Rand des Kolonialviertels liegt und heute von einem Kreisverkehr begrenzt ist. Diese Pagode weist die gleichen Details auf, wie die erste, nur ist sie etwas kleiner. Ausserdem gibt es bei der Pagode jede Menge Wahrsager, die den Einheimischen Horoskope legen, und vorher sagen, ob dieser Tag für geplante Aktivitäten gut ist, oder nicht.

Im Anschluss unternahmen wir einen ersten Erkundungsrundgang ins Kolonialviertel, der im Cafe des Hotel Strand, dem schönsten Kolonialhotel Burmas, endete.

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