
Die Sonne geht um knapp nach 05:00 los. Ab da marschieren Pilger auf den Berg. Die Einheimischen lassen es etwas relaxter angehen. Als wir durch das Dorf marschierten, das etwas abseits der Pilgerstrasse lag, schlief alles noch tief und fest. Unter den Pilgern war auch ein taoistischer Mönch. Am schwarzen Hut gut erkennbar. In Burma tragen die Mönche eher rot oder Safrangelb und die frommen Frauen pink.
Nachdem wir den Ritt ins Tal gut überstanden hatten, führte uns unser erster Weg in eine Kautschuk Plantage. Kautschuk kommt eigentlich aus Lateinamerika und wurde in der englischen Kolonialzeit erstmals angebaut.
13 Arbeiter schuften hier samt Familien. Die Wohnverhältnisse sind wirklich prekär. Sie leben in Bambushütten im Wald. Den Arbeitern gehört das Land nicht, das sie bearbeiten, sondern dem Staat. Plantagen nehmen in Burma in den letzten Jahren immer mehr zu. (Z. b. Teakholz) Wir haben zugeschaut, wie die Gummimasse gewonnen wird, wie sie gepresst wird und dann geräuchert, um feiner zu werden. Die geräucherten braunen Matten werden dann an eine Fabrik verkauft, die aus diesem Rohmaterial dann weiterarbeitet.
Von der Plantage ging es zurück nach Bago, in die alte Hauptstadt der Mon. Wir besuchten die Shwemawdaw-Pagode. Ihr Vorbild steht in Yangun. Rein von der Grösse ist die hier mit 114 m etwas höher als die Shwedagon Pagode in Yangun. Sie hat die gleichen architektonischen Elemente wie in Rangun. Das erste Gebäude soll hier schon im 9. Jh. gestanden haben. Die beiden Wächterfiguren – halb Löwe halb Drache beschützten die Pagode. Wie bisher an jedem Tempel war auch hier wieder Eintritt nur barfuss.
Im Anschluss schauten wir noch beim liegenden Buddha vorbei. Der Shwethalyaung-Buddha gilt als der schönste liegende Buddha Myanmars. Er ist mehr als 50 Meter lang und etwa 16 m hoch. Uns haben vor allem die hübschen Fuss- Sohlen fasziniert.
Die Fahrt zurück nach Yangun dauert dann nochmal zwei Stunden. Und wenn Wochentag ist, hat man innerstädtisch mit einem Megastau zu rechnen. Es handelt dich um eine Millionenstadt.

