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Der Distrikt Bhumtang liegt zwischen 2600 und 4500 m Seehöhe. Unser Quartier lag relativ weit „unten“ auf 2.650 m. Es gibt vier Haupttäler: URa, Chumey, Tan und Choekhor. Das Choekhor Tal ist das wichtigste und heißt manchmal auch Bhumtang Tal. Der Talgrund ist sehr fruchtbar. Es wird Reis und Kartoffel zum Eigengebrauch angebaut. Auffällig waren auch die vielen Apfelbäume.

Gleich am Morgen fahren wir zum Jambay Lhakhang-Klosterfest. Der Start des Festes um ca. 09:30 gab uns Gelegenheit, den Klosterkomplex noch vor dem großen Ansturm der Touristen und Einheimischen zu besuchen. Wegen des Klosterfestes fand gleichzeitig auch ein großer Markt im Tal statt, wo die Einheimischen alles kaufen konnten, was sie zum Leben brauchen. Vom Staubsauger über Brillen, Kleidung, Klopapier, traditionelle Stiefel, Bettwäsche und natürlich jede Menge Spielsachen und Süssigkeiten.

Der Jambay Lhakang liegt am Stadtrand von Chamkhar. Es handelt sich um den ältestens Tempel (Kloster)  in Bhutan und stammt aus dem 7. Jh. Es ist einer jener Tempel (von 108), die laut einer Legende in einer Nacht erbaut wurden.

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Das Klosterfest dauert insgesamt rund eine Woche und ist bekannt für den „Feuertanz“, der in der Nacht stattfindet und von den Mönchen nackt getanzt wird. Dieser Tanz fand am Abend unserer Anreise statt und wir haben ihn nicht live gesehen. Unser Guide hat berichtet, dass es an diesem Abend im Kloster praktisch immer „Knatsch“ gibt. Auch heuer hat angeblich jemand etwas auf seinem Mobiltelefon nachgeschaut. Die Polizei wollte den Einsatz des Mobiltelefons verhindern, weil an dem Abend fotografieren strengstens verboten ist, und der Benutzer des Handys hat sich angeblich „schlagkräftig“ gewehrt. Eine veritable Schlägerei war die Folge. Als wir am Morgen zum Festival kamen, war die Stimmung etwas gedämpfter. Es waren vor allem ältere Einheimische da, aber die Menge an Touristen war eindeutig höher. Uns sind die Tanzvorführungen eher sehr touristisch erschienen, weil sie vor allem auch unterlegt waren mit Folklore-Einlagen, die nur sehr semi-professionell abgingen.

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Wir verbrachten rund 2 Stunden vor Ort und hätten wahrscheinlich den ganzen Tag dort rumlaufen müssen, um die Maskentänze wirklich alle zu sehen. Insgesamt war das eher ein enttäuschendes Spektakel.

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Das nächste Kloster das wir besichtigten war im Choekhor Tal und ist wirklich ein historischer Boden.

Der Kurjey Lhakhang besteht aus drei Tempeln. Sie schauen alle drei gleich aus, obwohl der ältere Komplex aus dem 17. Jh stammt, und der jüngste Tempel im 20. Jh. erbaut wurde.

Der ältestes steht an der Stelle, wo im 8. Jh. Guru Rinpoche meditiert haben soll. Es gibt sogar eine Stelle mit seinem „Körperabdruck“ – wir haben den nicht wirklich sehen können – aber die Leute glauben daran. Der zweite der drei Tempel gilt damit als besonders heilig.

Der dritte Tempel stammt aus dem 20. Jh. Der wurde von der Königin Ahi Kesang Choden Wangchuck erbaut.

Rund um die drei Tempel verläuft eine Mauer mit 108 Chorten (kleinen Stupas). P1010342.JPG

Die dritte Anlage die wir besuchten war der Thamshing Lhakang. Er liegt gegenüber auf der anderen Seite des Flusses. Das Kloster stammt aus dem 16. Jh. und soll von Terton Perma Lingpa (einem Schatzjäger und einer Reinkarnation von Guru Rimpoche) gegründet worden sein. Die Malereien im Inneren sind sehr dunkel und deuten darauf hin, dass sie älteren Ursprungs sind. Es gibt unter anderem eine sehr schöne 1000 Buddha Wand.

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Wir ließen den Tag am „Burning Lake“ ausklingen. An dieser Stelle soll der Schatzjäger nach einem vergrabenen Schatz getaucht sein, mit einer Öllampe, die nicht verlosch. Egal ob echt oder gut erfunden, der „Burning lake“ ist auf alle Fälle ein sehenswerter Platz in diesem Tal.

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In diesem Tal gibt es noch eine echt kuriose Spezialität, die wir natürlich verkosten mussten. Vor Jahren hat sich dort ein Schweizer niedergelassen, der dort „echten“ Schweizer Käse erzeugt.

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