Den Abschluss meiner Burmareise bildete eine sehr lange Rückreise.
Wir starteten bei Sonnenaufgang im Shan-Land am Inle See,

und erreichten Mittags Rangun.
Nachdem uns noch ein typisch burmesisches Verkehrsmittel gefehlt hat, nutzten wir die Circle Line um von einem Vorortbahnhof ins Zentrum zu fahren. Der Bus erledigte die gleiche Strecke und holte uns am Hauptbahnhof in Rangun wieder ab.
Das Erlebnis mal mit einem Lokalzug zu fahren möchte ich nicht missen, wenn auch – zum Zeitpunkt der Fahrt war es für alle Mitreisenden eher eine Belastung. Es war ziemlich heiß, weil es natürlich keine Klimaanlage gab, ziemlich voll, weil neben uns natürlich auch jede Menge Einheimische diese Bahn nutzen.
Was uns ziemlich amüsiert hat – im Minutentakt liefen Händler durch den Wagon, die von Wasser über Obst, Betelnüsse zum Kauen (gleich im Set mit Kalk und Blättern zum Einwickeln alles dabei hatten, Eine Frau hat eine ganze Garküche am Kopf balanciert und die zuvor am Bahnsteig bebratenen Nudeln angeboten.

Wir waren ganz froh, als wir nach rund 50 Minuten endlich den Hauptbahnhof erreicht hatten und trotz Stau zumindest in unseren gut klimatisierten Bus zurück konnten.
Der letzte Besichtigungspukt führte uns noch zum Scott Markt, auf dem man praktisch alles kaufen konnte, von Waren des täglichen Gebrauchs bis Souvenirs, Schmuck – von billig bis sehr wertvoll, Kleidung etc.
Als wir zum Treffpunkt zurückkamen herrschte grosse Aufregung, weil ein Mitreisender leider „verloren“ gegangen ist. Daraufhin organisiert wir mehrere Suchtrupps durch den Markt. Die einheimischen Händer waren super hilfsbereit und lotsten mich hinauf in die Verwaltung des Marktes wo ich dann gleich nach einem buddhistischen Gebet eine Durchsage auf Deutsch und Englisch machen durfte – sehr zum Gaudium der anwesenden Beamten und Sicherheitskräfte.
Den verloren gegangenen Mitreisenden haben wir dadurch leider nicht gefunden. Er hat in der Zwischenzeit bemerkt, dass er uns verloren hatte, und wurde von einem Pasanten angesprochen, was los it. Der hat ihn dann in sein Auto gepackt und ins Hotel geführt. Als wir nach einer Stunde erfolglosen Suchens auf die Idee kamen, im Hotel nachzufragen, war er schon dort. – Wie könnte man sagen – Ende gut alles gut.
Mitten in der Nacht flogen wir dann über Doha nach Wien zurück – Temperaturschock inklusive.



